Allgemeines
Schweine sind Gruppentiere, die den Kontakt zu anderen Schweinen sehr lieben. Normalerweise besteht eine Gruppe aus miteinander verwandten weiblichen Tieren und ihren Nachkommen. Die Eber leben oft alleine. Schweine sind sehr intelligent und lernen schnell, auch aufgrund ihrer Neugier. Sie haben auch ein sehr gutes Gedächtnis. Sie können gut riechen und hören und durch viel Lärm miteinander kommunizieren. Deshalb ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass ein Schwein genügend Ablenkung durch Artgenossen und genügend Platz zum Wühlen und Graben hat. Diese Nahrungssuche, auch Futtersuche genannt, ist für Schweine sehr wichtig. Allerdings müssen sie eigentlich keine Nahrung finden, da dies zu Fettleibigkeit führen kann. Schweine spielen auch gerne miteinander. Ist dies nicht ganz in Ordnung, kann es zu unerwünschtem Verhalten des Schweins kommen, das sich in Materialabriss, Ausbrechen und Schreien äußert.
Etwa alle drei Wochen ist eine ausgewachsene Sau läufig. Nach erfolgreicher Paarung werden nach durchschnittlich 115 Tagen (3 Monate, 3 Wochen, 3 Tage) bis zu 18 Ferkel geboren. Es ist wichtig, darauf zu achten, wie viele Brustwarzen die Sau hat. Wenn es mehr Ferkel als Brustwarzen gibt, ist es sinnvoll, die Ferkel in verschiedenen Gruppen trinken zu lassen. Die Sau beginnt etwa 10 Tage vor der Geburt mit dem Nistenverhalten. Sorgen Sie daher für einen ruhigen, trockenen und warmen Ort mit ausreichend Nistmaterial wie Stroh. Wenn Sie planen, die Ferkel zu Haustieren zu machen, ist es besser, sie mindestens 2 Monate bei der Sau zu belassen, statt der gesetzlichen Mindestzeit von 28 Tagen. Auf diese Weise lernen die Ferkel von ihren Wurfgeschwistern besser, was sozial erwünschtes Verhalten ist. Das Alter, in dem Ferkel geschlechtsreif sind, ist je nach Rasse sehr unterschiedlich; bei kleineren Rassen ist es oft früher als bei größeren Rassen und kann sogar nach einigen Monaten der Fall sein.
Versorgung, Haltung und Ernährung
Die Haltung von Schweinen unterliegt bestimmten Gesetzen und Vorschriften, wie zum Beispiel der Verwendung von Ohrmarken und einer sogenannten Unique Company Number (UBN). Informieren Sie sich darüber, bevor Sie mit der Schweinehaltung beginnen.
Versorgung:
Schweine reagieren sehr empfindlich auf Stress und können durch längere Stressphasen krank werden und Verhaltensauffälligkeiten entwickeln. Es empfiehlt sich, den Schweinen schon in jungen Jahren beizubringen, sich an unterschiedliche Situationen und Menschen/Tiere zu gewöhnen (Sozialisation). Dafür kann man zum Beispiel einen Clicker nutzen und durch die Verwendung von Essen als Belohnung kann der Drang zum Betteln entwickelt werden. Es ist auch sinnvoll, Schweine an die Hufpflege zu gewöhnen, da sie leicht zu lang werden können und wenn sie dies nicht vertragen, muss die Hufpflege unter Narkose durchgeführt werden, um den Stress zu begrenzen.
Auch die Haut eines Schweins benötigt die nötige Pflege, Schweine lieben es, gebürstet zu werden, und dies ist ein guter Zeitpunkt, um nach Wunden, Parasiten (Krätze), Reizungen und der Sauberkeit der Ohren zu suchen.
Haltung:
Bei der Haltung von Schweinen gibt es einiges zu beachten. Beispielsweise können Schweine nicht alleine gehalten werden, das eine verkümmert und das andere wird aggressiv. Hält Schweine am liebsten paarweise oder in kleinen Gruppen. Unkastrierte Eber eignen sich nicht als Haustiere, da sie sehr aggressiv sein können. Wenn Sie nicht züchten möchten, wählen Sie zum Beispiel kastrierte Eber, „Borgs“ oder Sauen. Während der Brunst können die Sauen etwas unberechenbar sein. Darüber hinaus sind Eber und Sauen einfach zu halten und im Allgemeinen freundlich. Setzen Sie fremde Schweine jedoch nicht einfach zusammen, sondern lassen Sie sie mit einem starken Zaun dazwischen aneinander gewöhnen.
Sie können problemlos das ganze Jahr über draußen gehalten werden, es gibt jedoch eine Reihe von Anforderungen. Die Schweineweide sollte vorzugsweise mindestens 75 m² pro Schwein groß sein, der Stall sollte mindestens 2 bis 1 m² pro Schwein groß sein. Diese Größen hängen natürlich von der Größe ab. Auf der Wiese ist es wichtig, dass sie einen Unterschlupf (Weiden- oder Pappelzweige sind sehr beliebt) und einen Platz für eine Schlammpfütze haben. Dieses Schlammbecken sorgt an heißen Tagen für Abkühlung und der Schlamm dient als eine Art Sonnenschutz, da Schweine oft ziemlich kahl sind und daher schnell einen Sonnenbrand bekommen. Auch dieses Mutterbecken muss regelmäßig mit sauberem Wasser nachgefüllt werden. Der Zaun muss aus einem Zaun aus beispielsweise Schafgeflecht oder Holz mit einem Elektrozaun an der Unterseite bestehen, um zu verhindern, dass Schweine um den Zaun herumwühlen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Zaun tief genug einzugraben. Da die Weide schnell umgegraben wird, kann es sinnvoll sein, einige Bereiche einzuzäunen, damit sie neu eingesät und regeneriert werden können.
Der Stall muss von einer harten Oberfläche wie Beton umgeben sein, damit sich die Nägel auf natürliche Weise abnutzen und die Schweine keinen Schlamm hineintragen. Die Oberfläche des Stalls muss hart und isoliert sein, damit sich die Schweine nicht darin eingraben können. Darüber hinaus ist eine Strohschicht so hoch wie das Schwein selbst als Bett sehr angenehm. Der Stall muss trocken und zugfrei sowie lang genug sein, damit das Schwein liegen kann. Machen Sie es jedoch nicht zu groß, sonst heizt es sich zu langsam auf und die Schweine könnten dort auch ihr Geschäft verrichten. Schweine nutzen sogenannte Funktionsbereiche, sie haben einen Ort zum Schlafen, zum Essen und Trinken und einen Ort zum Stuhlgang. Der Ort, an dem sie ihren Stuhlgang machen, muss regelmäßig gereinigt werden, sonst suchen sie sich einen anderen Ort.
Ernährung:
Schweine sind Allesfresser (Allesfresser) und ihre Ernährung sollte aus einer Kombination von Raufutter und Kraftfutter bestehen. Ungefähr 60–70 % können aus Kraftfutter und der Rest aus Raufutter wie Gras und/oder Heu bestehen. Für Hobbyschweine sind spezielle Kraftfutter zu empfehlen, da andere Kraftfutter oft zu wenig Ballaststoffe enthalten. Dieses Konzentrat deckt zusätzlich den Vitamin- und Mineralstoffbedarf. Es empfiehlt sich, dieses Kraftfutter in zwei Portionen pro Tag zu verabreichen, da Schweine schnell übergewichtig werden. Bei einem Schwein in gutem Zustand sind die Rippen zwar zu spüren, aber nicht zu sehen. Obst kann beispielsweise als Snack oder als Belohnung verwendet werden. Darüber hinaus muss jederzeit sauberes Wasser zur Verfügung stehen!
Achten Sie darauf, dass Lebensmittel und Gartenabfälle keine giftigen Pflanzen enthalten. Darüber hinaus ist es verboten, Schweinen Speisebrei (Küchenabfälle/Müll) zu geben!
Krankheiten
Bei Schweinen können viele verschiedene Probleme auftreten, beispielsweise Lahmheit aufgrund zu langer Klauen oder Fettleibigkeit und damit verbundene Arthrose. Darüber hinaus treten häufig Hautprobleme wie Krätze, Brennen oder Entzündungen auf. Bei Schweinen mit vielen Hautfalten ist es wichtig, diese regelmäßig zu waschen. Auch Ohrenprobleme und Zahnanomalien kommen häufig vor. Manchmal kommt es zu einer Lungenentzündung, die tödlich sein kann. Ein Schwein, das nicht fressen möchte, ist krank und es ist daher ratsam, Ihren Tierarzt aufzusuchen.
Auch Schweine können unter Würmern leiden. In diesem Fall kann der Mist untersucht werden, um festzustellen, ob eine Behandlung erforderlich ist.
Es ist ratsam, Ihre Schweine gegen die Pünktchenkrankheit impfen zu lassen. Die Fleckenkrankheit wird durch die Bakterien verursacht Erysipelothrix rhusiopathiae und ist ein Bodenbakterium, mit dem sich Schweine leicht infizieren können. Es verursacht Flecken auf der Haut und kann in schweren Fällen zu einer Entzündung der Herzklappen mit Todesfolge führen. Die Pünktchenkrankheit ist eine Zoonose, das heißt, sie kann auf den Menschen übertragen werden. Durch die Impfung der Tiere schützen Sie nicht nur sie, sondern auch sich selbst!
Bei Ausbruch meldepflichtiger Krankheiten wie der Maul- und Klauenseuche oder der Schweinepest unterliegen Schweine Maßnahmen gegen diese Krankheiten. In einem solchen Fall sind Sie zur Teilnahme verpflichtet.
Für weitere Fragen oder Beratung wenden Sie sich bitte an die Tierarztpraxis.