Allgemeines

Die Läufigkeit der Ziegen beginnt ab Ende August und September und kann bis März andauern. Während dieser Zeit produziert der Bock, das Männchen, auch mehr Duftstoffe. Nach erfolgreicher Paarung ist die Ziege etwa 5 Monate lang trächtig, danach werden 1 bis manchmal 3 Lämmer geboren. Ziegen erreichen die Geschlechtsreife nach etwa einem Jahr, bei Zwergziegen kann dies jedoch manchmal schon nach sechs Monaten der Fall sein. Im Durchschnitt leben Ziegen etwa 12 Jahre.

 

Versorgung, Haltung und Ernährung

Versorgung:

Ziegen sind relativ einfach zu halten und meist sehr freundlich und neugierig. Sie können sich leicht an Menschen gewöhnen und sind verspielt. Beim Spielen ist es wichtig, auf die Hörner zu achten, da ein Hieb mit Hörnern ungewollt ziemlich hart anschlagen kann. Ziegen werden normalerweise auf Gras oder Stroh gehalten, was dazu führen kann, dass ihre Krallen zu lang werden. Es ist wichtig, dies im Auge zu behalten und sie bei Bedarf zu kürzen.

Haltung:

Ziegen hassen kaltes und nasses Wetter, sie kommen natürlich aus Afrika. Deshalb ist es wichtig, dass sie einen zugfreien und warmen Stall haben. Im Sommer ist es wichtig, dass sie Schatten und eine schöne große Wiese oder Weide haben. Darüber hinaus haben Ziegen große Freude am Klettern, weshalb einige Klimm- und Klettermöglichkeiten willkommen sind.

Ernährung:

Ziegen sind Pflanzenfresser, die sich von Natur aus eine abwechslungsreiche Ernährung wünschen. Sie grasen nicht wirklich wie Schafe und Kühe, aber sie knabbern mehr. Anschließend fressen sie Gras, Zweige, Blätter und Rinde. Sie bevorzugen länger gewachsenes Gras gegenüber kurzem Gras. Sie mögen auch Heu und es ist ein gutes Produkt, um Ihre Ziege gesund zu halten. Darüber hinaus gibt es spezielle Pellets für Ziegen (anders Schafpellets), die den Vitamin- und Mineralstoffbedarf zusätzlich decken. In kälteren Jahreszeiten oder bei trächtigen oder säugenden Ziegen können Sie etwas mehr davon verabreichen, da dann auch der Bedarf steigt. Als Extra können Sie den Ziegen Brotkrusten oder ungekochtes Gemüse geben. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes dicker, was bedeutet, dass sie von außen nicht dick aussehen, aber von innen sind sie dick. Ziegen, die äußerlich zu dick sind, müssen wirklich abnehmen. Für Ziegen ist es sogar noch gefährlicher, zu dick als zu dünn zu sein. Darüber hinaus muss jederzeit sauberes Trinkwasser zur Verfügung stehen!

Achten Sie darauf, dass sich im Heu und auf der Wiese/dem Gehege keine giftigen Pflanzen wie Kreuzkraut befinden.

 

Krankheiten

Ziegen sind im Allgemeinen robuste Tiere und werden nicht so schnell krank. Eine gesunde Ziege ist aktiv, hat klare Augen, ein glänzendes Fell ohne Löcher und freut sich immer auf etwas Leckeres. Eine Ziege, die plötzlich den Kopf senkt, nicht mehr fressen will, träge ist, sich viel hinlegt, Durchfall hat oder viel sabbert, ist krank. Konsultieren Sie in diesem Fall immer Ihren Tierarzt.

Es ist wichtig, Würmer bei Ziegen richtig zu bekämpfen, normalerweise zwei- bis viermal im Jahr. Um sicherzugehen, ob es notwendig ist, Ihre Ziege zu vermieten Entwurmung Gülleforschung kann durchgeführt werden.

Eine weitere wichtige Krankheit ist Q-FieberDie Ziegen selbst erkranken dadurch oft nicht, für den Menschen ist es jedoch gefährlich. Es wird daher empfohlen, Ihre Ziegen dagegen impfen zu lassen. Dies ist sogar für gewerblich gehaltene Ziegen wie Milchziegen oder Streichelzoos Pflicht. Die Q-Fieber-Bakterien werden hauptsächlich beim Lammen freigesetzt, daher ist es wichtig, gute Hygienemaßnahmen zu ergreifen, wie zum Beispiel Handschuhe und möglicherweise einen Mundschutz. Schwangere dürfen bei der Geburt von Lämmern grundsätzlich nicht mithelfen.

Da es sich bei Ziegen um Klauentiere handelt, die legal der Lebensmittelgewinnung dienen, dürfen sie im Rahmen von Maßnahmen gegen ansteckende Tierseuchen (z. B. Maul- und Klauenseuche) gehalten werden.

 

Für weitere Fragen oder Beratung wenden Sie sich bitte an die Tierarztpraxis.