Allgemeines

Schafe werden im Herbst läufig und bringen etwa fünf Monate nach erfolgreicher Paarung ihr Junges zur Welt. Mutterschafe, die zum ersten Mal lammen, haben oft nur ein Lamm. Es kommt oft vor, dass dieses eine Lamm zu groß ist, um auf natürlichem Weg zur Welt zu kommen, sodass ein Kaiserschnitt notwendig ist. Bestimmte Rassen haben aufgrund der Zucht größere Schwierigkeiten, auf natürlichem Weg zu gebären. Wenden Sie sich daher im Zweifelsfall an Ihren Tierarzt. Ältere Mutterschafe bringen in der Regel zwei bis drei Lämmer zur Welt. Bei den meisten Rassen sind Lämmer ab einem Alter von 5 Monaten geschlechtsreif. Entfernen Sie zu diesem Zeitpunkt auch die Widder.

 

Versorgung, Haltung und Ernährung

Versorgung:

Es ist wichtig, die Hufe, Nägel und Wolle von Schafen zu pflegen. Wenn Schafe auf einer harten Oberfläche laufen, verschleißen ihre Nägel auf natürliche Weise. Allerdings grasen die meisten Schafe auf der Weide, sodass mindestens einmal im Jahr ein Krallenschneiden notwendig ist. Darüber hinaus müssen Schafe einmal im Jahr geschoren werden, dies geschieht normalerweise im Mai oder Juni. Ein erfahrener Schafscherer kann 150 Schafe an einem Tag scheren, aber jemand ohne Erfahrung könnte damit Schwierigkeiten haben. Daher empfiehlt es sich, dies jemandem mit Erfahrung zu überlassen. Wir arbeiten von Kopf bis Schwanz. Darüber hinaus ist es wichtig, die Schafe nicht einen Tag im Voraus zu füttern, da sie zum Scheren gewendet werden und es bei vollem Magen zu einer Verdrehung der Eingeweide kommen könnte. Nach der Schur reagieren die Schafe empfindlicher auf Sonnenbrand und Kälte, also bedenken Sie dies.

Haltung:

Schafe sind relativ einfach zu haltende Tiere, die der Kälte standhalten können. Es ist jedoch schön, wenn die Tiere einen Innenkäfig als Unterschlupf und für die Geburt der Lämmer haben. Schafgeflecht eignet sich hervorragend als Zaun. Die quadratischen Maschen sind unten kleiner als oben, so dass Lämmer ihren Kopf nicht durchstecken können. Die Größe der Weide und des Innenstalls richtet sich nach der Anzahl und Art der Schafe.

Ernährung:

Genau wie Ziegen und Rinder haben Schafe vier Mägen und sind echte Wiederkäuer. Sie können fast alles, was sie an Nährstoffen benötigen, aus Raufutter, Gras und Heu beziehen. Sie fressen jedoch auch Blätter und Zweige. Insbesondere trächtige Mutterschafe und Mutterschafe mit laktierenden Lämmern können zusätzliche Nährstoffe in Form eines speziellen Schafsbrockens benötigen. Für Schafe sind Rinderbrocken grundsätzlich nicht geeignet, da das Texel-Schaf besonders empfindlich auf Kupfervergiftungen reagiert. Achten Sie darauf, dass sich auf der Wiese keine giftigen Pflanzen wie zum Beispiel das Kreuzkraut befinden. Sauberes und frisches Trinkwasser muss jederzeit verfügbar sein!

 

Krankheiten

Ein Schaf, das nicht mehr fressen will, träge ist, abnimmt und viel liegt, ist krank. Konsultieren Sie in diesem Fall immer einen Tierarzt. Ein häufiges Problem im Sommer ist... Myiasis. Dies liegt daran, dass Fliegen Eier in die Wolle legen und die schlüpfenden Maden Wunden in der Haut verursachen und beginnen, die Schafe zu fressen. Dies kommt häufig bei Schafen vor, deren Hinterteil schmutzig ist. Ein Schaf kann innerhalb eines Tages schwer betroffen sein. Es ist absolut kein unnötiger Luxus, Ihre Schafe in dieser Zeit täglich zu kontrollieren. Als vorbeugende Maßnahme können Sie sich rasieren und Pestizide verwenden. Darüber hinaus ist die Vorbeugung und Behandlung von Durchfall wichtig.

Durchfall kann als Folge von a entstehen Wurminfektion kann es zu. Deshalb ist es wichtig, Ihre Schafe mehrmals im Jahr zu entwurmen. Dies geschieht am besten auf der Grundlage einer Gülleforschung und in Absprache mit dem Tierarzt. Dadurch soll die Resistenz gegen Entwurmungsmittel so weit wie möglich eingeschränkt werden. Auch das regelmäßige Weidenlassen der Schafe auf einer neuen Weide und das etwa sechswöchige Leerlassen der alten Weide kann dazu beitragen, den Infektionsdruck zu senken. Dies nennt man Beweidung.

Verdammt lahm ist eine Entzündung der Zwischenklaue/des Nagels und sehr schmerzhaft. Wegen der Schmerzen grasen Schafe oft auf den Vorderknie. Sie wird durch Bakterien verursacht und ist hoch ansteckend. Es kann dagegen geimpft werden.

Eine weitere wichtige Krankheit ist Q-FieberDie Schafe selbst erkranken dadurch oft nicht, für den Menschen ist es jedoch gefährlich. Es wird daher empfohlen, Ihre Schafe dagegen impfen zu lassen. Die Q-Fieber-Bakterien werden hauptsächlich beim Lammen freigesetzt, daher ist es wichtig, gute Hygienemaßnahmen zu ergreifen, wie zum Beispiel Handschuhe und möglicherweise einen Mundschutz. Schwangeren ist es grundsätzlich nicht gestattet, bei der Geburt von Lämmern mitzuhelfen.

Lämmer können dadurch sehr krank werden Clostridium-Bakterien, das Blutund ganz plötzlich daran sterben. Es besteht die Möglichkeit, Ihre Lämmer und trächtigen Mutterschafe dagegen impfen zu lassen. Durch die Impfung der Mutterschafe erhalten die Lämmer für kurze Zeit Schutz durch das Kolostrum (Erstmilch).

 

Für weitere Fragen oder Beratung wenden Sie sich bitte an die Tierarztpraxis.